Job – Auf neuen Pfaden

Wer sagt, dass Physiker nur im Labor glücklich werden …

Journalismus jenseits des Elfenbein-Turms

Naturwissenschaft und Technik fand und finde ich spannend. Dennoch wollte ich nie als Wissenschaftler im Elfenbein-Turm eingeschlossen sein. Aus diesem Grund schlug ich als Physiker einen komplett anderen Weg ein, als die meisten meiner Kollegen: Ich wurde Journalist.

Die Frage, ob dabei das Physik-Studium für mich angesichts meines heutigen Jobs überhaupt sinnvoll war, beantworte ich mit einem entschiedenen Ja. Gerade die einem Physiker zugesprochene Gabe, komplexe Zusammenhänge schnell erkennen und verstehen zu können, ist ein besonderes Kapital.

Nach freier journalistischer Tätigkeit und wissenschaftlicher Mitarbeit an der Ruhr-Universität Bochum arbeite ich nun seit 2000 als festangestellter Redakteur bei der Verlagsgruppe Handelsblatt in Düsseldorf. Erste Station dort war das Online-Ressort des ehemaligen Wirtschaftsmagazins DM (heute €uro). Darauf machte ich einen Abstecher in die Online-Tochter ECONOMY.ONE der Verlagsgruppe.

Unruhige Zeiten

Innerhalb der ECONOMY.ONE war ich als Redakteur in der damaligen Zentralredaktion für die Technologie- und Medien-Themen bei den Online-Angeboten von Handelsblatt, Wirtschaftswoche, €uro und Junge Karriere verantwortlich.

Aber fast genauso schnell wie wir alle bei der ECONOMY.ONE – angetrieben von den Börsen-Phantasien dieser Zeit – in die Eigenständigkeit in Form einer Aktiengesellschaft wechselten, wurden wir auch wieder im Mutterkonzern aufgefangen. Leider hatte die Medienkrise in der Zwischenzeit jedoch deutliche Spuren hinterlassen, von zeitweise über 120 Mitarbeitern kamen nur noch rund 30 mit mir zurück in die Verlagsgruppe Handelsblatt.

Neue Medien

Seit 2002 schreibe ich nun für Handelsblatt.com und auch für das Handelsblatt selber. Zunächst war ich inhaltlich erneut für die Technologie- und Medien-Themen verantwortlich. Sehen Sie hier ein paar Arbeitsproben …

Seit 2007 beschäftige ich mich maßgeblich mit dem technischen und inhaltlichen Ausbau des Internet-Angebotes – insbesondere mit Blick auf den Relaunch 2008 sowie neue Audio- und Video-Formate.

Mit dem Ausbau der Online-Redaktion verantworte ich obendrein seit September 2008 als Sitemanager und Teil der erweiterten Redaktionsleitung die systematische Reichweitensteuerung sowie die Weiterentwicklung von Handelsblatt.com. Neue Tools, Features und Elemente stehen dabei im Fokus.

Wie die grundsätzlichen Abläufe innerhalb eines integrierten Print-Online-Newsrooms sind, war im Jahr 2007 beispielsweise Thema eines Semesterprojektes von Studenten der Hochschule Darmstadt. 19 Studierende des Studiengangs Online-Journalismus recherchierten dabei für die IFRA (der heutigen World Association of Newspapers and News Publishers) in crossmedial arbeitenden Redaktionen. Herausgekommen sind fünf Redaktionsporträts, darunter auch ein Video-Beitrag aus dem Handelsblatt-Newsroom in Düsseldorf …